Das Buch möchte Klar­heit schaffen. Das bedeutet: auf­klären, warnen und verstehen. Es geht nicht um das auch in seriösen Medien beliebte Astro-Enter­tainment. Viel­mehr möchte der Autor den populären Miss­brauch durch die Astro-Industrie de­maskieren, mit dem Leicht­gläubige ver­führt werden. Die dar­gestellte Bild­sprache der Astro­logie fasziniert vor allem durch ihre Syste­matik. Sie ist einzig­­artig und schult lo­gisches Den­ken in Ana­lo­gien und Sinn­­bildern. Wichtig ist, dass die Astro­logie nicht bewertet, son­dern nur be­schrei­bt. Siehe im Menü „Denk­ordnung". Sie kön­nen den Au­tor gerne an­sprechen unter: info(at)gabor-neuman.de

Der Astrologe Gabor Neuman im Gespräch 
über sein neues Buch  
„Astrologie für Ungläubige“
Die faszinierende Schlüssigkeit 
 einer einzigartigen Denkordnung.

Im Buchhandel findet man kaum noch Bücher über Astrologie. Ist das Thema überhaupt noch aktuell, Herr Neuman?
Mehr denn je. Immer noch interessiert sich ein Millionenpublikum aus allen Schichten für Astrologie. Selbst Prominente haben inzwischen keine Scheu mehr, in Talk-Shows und Interviews über ihr Tierkreiszeichen zu räsonieren. Die berechtigte öffentliche Warnung von 186 Wissenschaftlern, darunter 18 Nobelpreisträgern, vor einer illusionären Astrologie zeigt allerdings, wie umstritten das Thema war und ist.

Aber warum werden keine Astrologie-Bücher mehr verlegt?
Ich vermute, dass Verlage ihr seriöses Image vor der stark ideologisierten Esoterik-Industrie schützen wollen. Außerdem haben sie erkannt, dass es überhaupt keinen Neuigkeitswert mehr gibt. Inzwischen hat jeder von jedem abgeschrieben.

Offensichtlich wollen Sie mit Ihrem Buch diesen Tendenzen entgegenwirken.
Mehr noch. Ich will sie bekämpfen. Ich attackiere den Esoterik-Kommerz, weil er eine Überlegenheit des „Edlen und Wahren" beansprucht. Und ich kritisiere, dass Astrologie mit Sternen und Kosmos in Verbindung gebracht wird. Denn egal welche Fixsterne am Himmel stehen: Der Tierkreisabschnitt Widder beginnt in der nördlichen Hemisphäre seit jeher stets zum Zeitpunkt der Frühjahrstagundnachtgleiche. Und der Abschnitt Krebs immer zur Sommersonnenwende. Was mich ganz besonders ärgert, ist der Jahrmarkt der Beliebigkeiten, der alle Diskussionen über Astrologie beherrscht.

Können Sie typische Beispiele nennen?
Sehr viele. Als Beispiel zitiere ich auch einen langjährigen Vorsitzenden des Deutschen Astrologen Verbandes. In seinem Buch „Astrologie“ sind alle Tierkreiszuschreibungen beliebig, weil sie ohne jede schlüssige Ableitungssystematik einfach nur behauptet werden.

Sie hingegen behaupten, dass AstroLogie rational und logisch sein kann?
Ja. Das ist die unabdingbare Voraussetzung, um sich ernsthaft mit der Astrologie auseinanderzusetzen. Ohne eine schlüssige Denkordnung mit eindeutigen Prinzipien, die nachvollziehbar und überprüfbar sind, kommt die Astrologie nicht über den Status eines Vabanquespiels hinaus.

Glauben Sie eigentlich selbst an astrologische Voraussagen?
Astrologische Voraussagen sind nur sehr eingeschränkt möglich, weil jede Konstellation viele konkrete Entsprechungen haben kann. Außerdem sind sie aus meiner Sicht auch problematisch, weil man sich sonst zu stark auf Erwartungen fixieren könnte. Mein Interesse gilt einem Falsifizieren, nicht einem Glauben.

Warum sollte man sich mit Astrologie beschäftigen?
Man kann sich selbst durch die Deutung seines Geburtshoroskopes besser kennenlernen. Als Orientierungshilfe zur Selbstermächtigung. Wichtig dabei: Es geht immer nur um wesensgemäße Eigenarten und nicht um konkrete Eigenschaften. Beispielsweise ist die Eigenart, impulsiv zu sein, dem Widder-Prinzip entsprechend ein allgemeiner Wesenszug, der in unterschiedlichen Bezügen als konkrete Eigenschaft ausgelebt wird. Das heißt, es geht zunächst nur um astrologische Prinzipien, die als konkrete Eigenschaften sehr viele mehrdeutige Sinnbilder und Entsprechungen zulassen.

Sie behaupten, die Geburtszeit von Frau Merkel astrologisch bestimmen zu können.
Ja, ich gehe dabei von Gesetzmäßigkeiten aus, die ich streng logisch-rational, völlig neutral und unvoreingenommen anwende. Am Merkel-Horoskop demonstriere ich vor allem beispielhaft mein Postulat, dass astrologische Deutungen nur dann ernst genommen werden können, wenn sie von eindeutig definierten Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten ableitbar und damit schlüssig überprüfbar sind.

 

 

Eine völlig neue Sicht auf die Astrologie

 

Inhaltsverzeichnis

Vorwort
15
I
Astrologie im Kreuzfeuer der Meinungen
21
II
Astrologie im Dschungel der Vorurteile
31
Horoskope ohne Sterne
35
Astrologie und Astronomie
44
Warnung vor Ideologen und Lebensberatern
50
Irreführende Tests
57
Beachtung der Grenzlinien
62
Falsifizieren statt glauben
68
III
Astrologie als Denksystem
75
Populäre Astrologie im Small Talk
75
Das System der Münchner Rhythmenlehre
77
Systematik statt Rezepte-Sammlung
79
IV
Astrologie als ganzheitliche Ordnung
81
Zwölf Prinzipien markieren Einzigartigkeit
82
Bildhafte Sprache gefährdet Schlüssigkeit
85
Horoskop-Deutung verlangt begriffliche Disziplin
87
V
Astrologie als ein System der Balance
93
Einzelne Tierkreiszeichen als Teile des Ganzen
93
Prinzipien der Tierkreiszeichen und ihre Analogien
103
Kernthemen der Tierkreiszeichen
109
Vier Quadranten als Kern der Ordnung
128
Die faszinierende Logik des Fügungsrhythmus
146
VI
Denkwürdige astrologische Konstellationen
155
Abgrenzung von Moral und Ethik
155
Abgrenzung von Verstand und Vernunft
160
Abgrenzung von Intellekt und Geist
163
Abgrenzung von Gegenteil und Gegensatz
167
Abgrenzung von Abhängigkeit und Freiheit
170
VII
Horoskop-Deutung nach Gesetzmäßigkeiten
177
Die Kunst der Deutung
180
Horoskop des Autors
182
Horoskop mit identischem Geburtstag
186
Horoskop von Pablo Neruda
190
Horoskop von Bundeskanzlerin Merkel
192
Leser deuten das Horoskop eines Politikers
198
VIII
Ausblick
205

Das Wichtigste,
was man über Astrologie
wissen muss.

 

Vorwort

Kann Astro-Logie rational und logisch sein? Gibt es eine in sich schlüssige astrologische Denkordnung, mit der Horoskope nachvollziehbar und überprüfbar gedeutet werden können? Was können wir von einem astrologischen Denksystem für unser Alltagsleben lernen?

Der Beantwortung dieser Fragen widmet sich dieses Buch. Es erklärt, warum die Astrologie von Leichtgläubigen zu sehr überschätzt wird. Und es begründet, warum Skeptiker häufig dazu neigen, die Astrologie zu unterschätzen. Ausdrücklich distanziert es sich von einer Astrologie-Industrie, die sich an den Mechanismen der Konsumgüter-Industrie orientiert und die Deutung von Horoskopen kommerzialisiert hat. Besonders in Zeiten, in denen man eine Flucht aus der undurchsichtig gewordenen, komplexen Alltagswelt in eine ebenso undurchsichtige, metaphysische Welt beobachten kann, ist es wichtig, dass Erläuterungen zu Horoskopen nachvollziehbar und überprüfbar sind.

Meine persönliche Grundeinstellung gegenüber der Astrologie: Ich kenne kein einziges Argument, um an Astrologie zu glauben. Denn die Vermutung, dass von Sonne, Mond und Planeten eine Wirkung auf das Verhalten von Menschen ausgehen könnte, ist so unwahrscheinlich, dass es mir nicht sinnvoll erscheint, daran zu glauben. Hingegen kenne ich viele Gründe, von der Astrologie fasziniert zu sein. Denn die Denkordnung, auf der die Astrologie aufbaut, ist tatsächlich einzigartig und überaus attraktiv in ihrer Schlüssigkeit. Am besten kann man sich ihr nähern, indem man versucht, sie zu falsifizieren.

Das größte Problem bei der allgemeinen Bewertung der Astrologie scheint mir allerdings zu sein, dass ablehnende wie zustimmende Sichtweisen im Unterbewussten verankert sind. Deshalb behandle ich in den ersten beiden Kapiteln des Buches zunächst die populärsten Vorurteile gegenüber der Astrologie. Das macht den Weg frei für eine nüchterne Beurteilung.

Bekanntlich können irrationale Vorurteile gegenüber der Astrologie selbst durch konkrete Fakten nur selten widerlegt werden. Denn Logik ist nichts anderes als die eigene Konstruktion von Logik. Jeder konstruiert sich seine eigene Logik. Es sei denn, es wird ein eindeutiges System von Kriterien und Gesetzmäßigkeiten vorgegeben, so dass logische Schlussfolgerungen jederzeit überprüfbar sind. Genau um diese Gesetzmäßigkeiten geht es in diesem Buch.

Kernthemen der Tierkreiszeichen
(Auszug)

In der Literatur zur Astrologie dominieren spekulative Beliebigkeiten. Im Internet können sich die Leser über die wuchernde Fülle von fantasievollen Deutungen informieren. Ich konzentriere mich exemplarisch auf Beispiel-Texte, die im Reclam-Heft „Astrologie – Eine Einführung" vom langjährigen Vorsitzenden des Deutschen Astrologen-Verbandes, dem Psychotherapeuten Dr. Peter Niehenke, zitiert werden. Ich beziehe mich dabei konkret auf seine Ausführungen auf den Seiten 162 ff. Wenn man diese Zuschreibungen mit den in diesem Buch auf Seite 18/19 von Döbereiner definierten Prinzipien vergleicht, wird deutlich, welche fundamentale Rolle meine Forderung nach Schlüssigkeit bei der Deutung von Horoskopen spielt.

Die geniale Denkordnung der Astrologie*

Die vier Phasen der Denkordnung in ganzheitlicher Sicht:
Das Reale im ersten Quadranten wird als Vorstellung im dritten Quadranten zur Wirklichkeit, die das Seelische im zweiten Quadranten prägt und unter der Leitung des Unbewussten im vierten Quadranten das Leben bestimmt. Ein Beispiel für den Verbund der vier Quadranten: Vierter Quadrant:
Irrational Religiöses offenbart seine Geheimnisse in der Kunst.
Dritter Quadrant:
Religionen veranschaulichen diese Geheimnisse in Vorstellungen.
Zweiter Quadrant:
Unterbewusstsein macht diese Vorstellungen lebendig.
Erster Quadrant:
Wissenschaften recherchieren die Hintergründe.


In seinem Lehr- und Übungsbuch Band 1 hat Döbereiner die vier Quadranten in verschiedenen Versionen sehr anschaulich dargestellt. Es lohnt sich, dort nachzulesen, was hier komprimiert beschrieben wird. So bezieht sich Döbereiner zum Beispiel auf die vier aristotelischen Kausalitäten als die vier Gründe des Seins. Erster und zweiter Quadrant sind als causa materialis und als causa formalis phänotypisch, haben also einen konkreten, realen Bezug zur Erscheinung. Der erste Quadrant mit Widder, Stier und Zwilling kennzeichnet den stofflichen Urgrund, also alles was räumlich erfassbar und sichtbar ist. Der zweite Quadrant mit Krebs, Löwe, Jungfrau kennzeichnet den formgebenden Urgrund, also alles was seelisch begründbar ist und sichtbar gemacht wird.

Dritter und vierter Quadrant sind als causa efficiens und als causa finalis genotypisch, beziehen sich also auf die Außenwelt. Dabei kennzeichnet der dritte Quadrant mit Waage, Skorpion, Schütze den bewirkenden Urgrund, also alles was sich aus Begegnungen ableitet und zu Vorstellungen führt und sich damit an die Sichtbarkeit des ersten und zweiten Quadranten bindet. Der vierte Quadrant mit Steinbock, Wassermann, Fische kennzeichnet den bestimmenden Urgrund, also alles was als Erwirktes einer Entwicklung ein unbeeinflussbares Eigenleben erlangt hat oder – umgekehrt – als unbewusst Wirkendes die Quelle der Wirklichkeit repräsentiert.

Astrologie und Philosophie

Astrologen sind keine Philosophen. Dennoch kann das astrologische Ordnungssystem dazu beitragen, über lebensphilosophische Fragen des Alltagslebens nachzudenken. Ein Vorteil dieser Art des Nachdenkens wird durch den Vergleich mit dem Buch „Die philosophische Hintertreppe" von Wilhelm Weischedel deutlich. Dort werden die Denkwelten von 34 berühmten Philosophen der Weltgeschichte schlüssig im unmittelbaren Zusammenhang mit ihren Persönlichkeitsmerkmalen, ihrer Lebenserfahrung und dem vorherrschenden Zeitgeist dargestellt. Diese drei Faktoren haben die Entstehung der jeweiligen individuellen philosophischen Konzepte grundlegend beeinflusst. Im Unterschied dazu bleibt das persönliche Weltbild eines Astrologen ohne Einfluss auf die astrologische Denkordnung. Denn Astrologie beschreibt Werte. Philosophie hingegen setzt Werte. Insofern kann die Astrologie klassische philosophische Konzepte auf originelle Weise ergänzen und bereichern.

Im Verlauf des Buches wurden die zwölf astrologischen Grundprinzipien erläutert, die in ihrer Kombination für jeden Zeitpunkt einen einzigartigen Inhalt versinnbildlichen. Im Geburtshoroskop wird das individuell angezeigt. Diese zwölf Variablen im Baukasten der astrologischen Denksystematik können aber auch in Bezug auf das Zeitgeschehen interessante, allgemeine Einsichten vermitteln und als Grundlage für aktuelle, zeitkritische Überlegungen dienen. Abgeleitet von den auf Seite 18/19 aufgelisteten Prinzipien:

Zum Problem „Widder" gehört das Problem, dass der unverzichtbare, individuelle Durchsetzungsdrang aus der Balance geraten ist und sich zu einer schrankenlosen Rücksichtslosigkeit entwickelt hat. Beispiele dafür gibt es in vielen gesellschaftlichen und politischen Lebensbereichen – von der symbolischen Trump-Parole „America first" bis zu den aggressiven Attacken auf das Personal von Bahn, Feuerwehr oder Polizei.

Zum Problem „Stier" gehört das Problem, dass das persönliche Sicherheitsbedürfnis nach Geborgenheit in einer Solidargemeinschaft aus der Balance geraten ist und einem unsolidarischen Verlangen nach materiellem Wohlstand gewichen ist. Beispiele dafür sind Konsumverhalten und Wohnungsbau – von anonymen, gigantischen Shopping Arenen bis zu anonymen, überdimensionierten Wohnsilos.

Zum Problem „Zwilling" gehört das Problem, dass die Welt des Sachwissens aus der Balance geraten ist und auf Grund ihrer extremen Spezialisierung zu einer schleichenden Entmündigung der Bürger führt. Beispiele dafür findet man im Bereich der Wissenschaftsgläubigkeit – von der Bevormundung durch undurchschaubare IT-Argumentation bis zu Belehrungen durch selbsternannte Wissenschaftsjournalisten ohne überprüfbare Kompetenz.

Zum Problem „Krebs" gehört das Problem, dass das Empfinden für Innerlichkeit aus der Balance geraten ist und sich immer mehr vom eigenen Erleben entfernt. Beispiele dafür findet man auf vielen Gebieten der „Psycho-Industrie" – vom maßlosen Einfluss organisierter Selbstfindung bis zum ausufernden Esoterik-Kitsch.

Zum Problem „Löwe" gehört das Problem, dass die Art des öffentlichen Auftretens aus der Balance geraten ist und immer mehr Menschen zur großen Show neigen. Beispiele dafür zeigen sich vor allem in den Massenmedien – vom riesigen „Jahrmarkt der Eitelkeiten" bis zu inkompetenten Wichtigtuern in den sozialen Medien.

Zum Problem „Jungfrau" gehört das Problem, dass Risikokontrollen aus der Balance geraten sind und häufig maßlos übertrieben werden. Beispiele dafür findet man auf vielen Gebieten der Erziehung – von übereifrigen Helikopter-Eltern bis zum Übermaß an Vorschriften in Schulen und Universitäten.

Zum Problem „Waage" gehört das Problem, dass Empathie und Nächstenliebe aus der Balance geraten sind und auf vielen Gebieten kommerzialisiert werden. Beispiele dafür findet man beim allseits angesagten „Gutmenschentum" – von einer „Mitleidsindustrie" bis zur korruptionsfördernden Entwicklungshilfe.

Zum Problem „Skorpion" gehört das Problem, dass wegweisende Leitbilder und klare Überzeugungen aus der Balance geraten sind und zu sektiererischem Extremismus und brutaler Hasspropaganda verkommen. Beispiele dafür findet man vor allem bei Religionskriegern – von kommerzialisierten Megakirchen bis zu Absolutheits-Fanatikern.

Zum Problem „Schütze" gehört das Problem, dass die Freude an Visionen aus der Balance geraten ist und sich immer mehr zum Glauben an Illusionen gewandelt hat. Beispiele dafür findet man beispielsweise in der Raumfahrt – vom Wunschdenken einer Menschheitsrettenden Marsbesiedelung bis zur absurden Idee der Kontaktaufnahme mit Außerirdischen.

Zum Problem „Steinbock" gehört das Problem, dass regelnder Ordnungssinn und Konzentration auf das Wesentliche aus der Balance geraten sind und zunehmend von einer bürgerfernen „Obrigkeit" bestimmt werden. Beispiele dafür findet man bei vielen Formen von Machtmissbrauch – von überbürokratisierten Verwaltungen bis zu unverständlichen Gesetzgebungen.

Zum Problem „Wassermann" gehört das Problem, dass das Streben nach Innovationen aus der Balance geraten ist und immer häufiger zu einem unausweichlichen Zwang degeneriert. Beispiele dafür findet man in der Konsumgüter-Industrie – von überflüssigen Produktneuheiten bis zu übertriebenem technischem Fortschritt.

Zum Problem „Fische" gehört das Problem, dass die Hinwendung zum Hintergründigen und Absichtslosen aus der Balance geraten ist und immer öfter für Ideologien missbraucht wird. Beispiele dafür findet man in vielen Bereichen des Spirituellen – von abseitigen Sektierern bis zum zunehmenden Missbrauch von Drogen.

Diese Entwicklungen werden im Verbund der zwölf Tierkreis-Prinzipien gedeutet. Sie stehen alle in einem unmittelbaren Zusammenhang und müssen deshalb in ihrer gegenseitigen Bedingtheit betrachtet werden. Die Sinnbilder der einzelnen Prinzipien ergänzen sich oder werden durch Gegenregulative in Frage gestellt. Wie diese Spannungen ausbalanciert werden können, kann man mit Hilfe der astrologischen Denkordnung anschaulich beschreiben – nach dem Motto: „The key to life is balance."

Darüber hinaus liefert die Astrologie wunderbare Möglichkeiten für neugierige Gedankenspiele im riesigen Meer bildhafter Analogien. Durch die Brille der Astrologie betrachtet verbinden sich Dinge, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben, schlüssig und zwangsläufig zu einer gedanklichen Einheit. Insbesondere wenn man die von der astrologischen Denkordnung geforderte Reduktion auf das Wesentliche beherrscht, kann man ihre Essenz verstehen lernen: Die unendliche Vielfalt in unserer höchst komplexen Welt lässt sich auf das System der Tierkreiszeichen mit ihren grundlegenden Prinzipien zurückführen. Allein das macht ein Studium der Astrologie zu einem erkenntnisreichen Vergnügen.


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